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Liga-Bewertung - Jarvan IV

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RiotBabagahnoosh

Lead Creative Designer

03-04-2011

Kandidat: Jarvan IV
Datum: 2. März, 21 CLE

BEOBACHTUNG

Der Nachwuchs-Beschwörer, der zunächst ernannt worden war, Jarvan zu begrüßen, nun ja, hatte einen unglücklichen Unfall. Er musste in letzter Minute durch einen jungen Beschwörer aus Bilgewasser, der sowohl auf Geld als auch auf das Vorwärtskommen ein Auge hatte, ersetzt werden. Es scheint, als hätte der Ersatz Jarvan für eine vorgezogene Beurteilung vorgemerkt – und beurteilt wird er werden, wenn auch nicht durch die Liga.

In einem Dunst aus Arroganz betritt er die Große Halle. Ebenso wie sein Vater stolziert er umher, als müssten andere sich privilegiert fühlen, ihn erblicken zu dürfen. Seine Rüstung ist protzig und unpraktisch, behangen mit Teilen erschlagener Bestien. Er gibt schon an, ohne auch nur ein Wort von sich zu geben. Er hat das ausladende Kinn, das all die Lichtschild-Soldaten auszeichnet, Männer, die eher dazu gemacht sind, Knüppel zu schwingen als Autorität auszuüben. Er ist verwöhnt, hochmütig und alles in allem den Respekt, den man ihm zu Füßen legt, nicht wert.

Er marschiert auf die Türen des Zimmers zu, ein stolzes, starkes Biest, das gezähmt werden muss. Er tritt durch das Portal, aus dem Licht heraus … und direkt in meine Hände.

Willkommen, Jarvan, hierauf habe ich lange Zeit gewartet.

BETRACHTUNG

Das Königtum hat seine Vorteile. Die bedächtigen Töne seines Vaters, König Jarvan Lichtschild der Dritte, unterbrachen die Gedanken des Prinzen. Trotz seiner Proteste hatte der König darauf bestanden, dass Xin Zhao seine Liga-Beurteilung In allen Details nacherzählte, damit Jarvan wusste, was er zu erwarten hatte. Dies war gegen die Vorschriften der Liga, doch, wie es sein Vater formulierte, „ein notwendiger Verstoߓ. Der Test schien kaum der Rede wert, wenn man einmal den Trick kannte. Betritt den Raum, werde mit einer beunruhigenden Vision der Vergangenheit konfrontiert und beantworte ein paar Fragen. Jarvan war verbittert, dass ihm die Gelegenheit, diese Herausforderung mit fairen Mitteln zu meistern, genommen worden war. Was war ein Prinz schon wert, der betrügt, um ein Hindernis zu überwinden, das von seinen Untergebenen bereits überwunden worden war? Er runzelte die Stirn; ein Gesichtsausdruck, der einem Anführer in der Öffentlichkeit verboten, doch der dunklen, stillen Umgebung angemessen war.

Xin hatte das Zimmer der Betrachtung als „voll von abgrundtiefer Finsternis“ beschrieben, eine Schilderung, die sich als überdramatisiert herausgestellt hatte. Es war dunkel, ja, aber alles in allem gewöhnlich. Die Abwesenheit von Licht vermochte es nicht einmal, eine andere Person oder Entität zu vernebeln, die ebenso im Raum war. Jarvan begnügte sich damit still zu stehen und es ihm oder ihr zu gestatten, die dümmliche Maskerade aufrecht zu erhalten.

Auf der gegenüberliegenden Seite des beengten Vorzimmers stand eine Figur in den Schatten. Sie konnte nicht mehr als zehn Fuß von Jarvan weg sein. Er schenkte ihr wenig Beachtung und wartete darauf, dass seine Vision begann. Doch anstatt in eine fantastische Illusion gespült zu werden, wie er es erwartet hatte, wurde Jarvan in der unscheinbaren Schwärze zurückgelassen, als das Wesen angriff.

Jarvan war unvorbereitet. Die Form vor ihm breitete weite, onyxfarbene Flügel aus und taumelte auf ihn zu. Jarvan versuchte, sich in eine defensive Haltung zurückzuziehen, doch spitze Krallen gruben sich aus dem Boden unter ihm hervor, stachen in seine Beine und hielten ihn an dem Ort fest. Schwarze Kreaturen schwirrten um ihn herum durch die Luft und hackten in sein ungeschütztes Fleisch. Schmerz erschütterte seine Sinne. Der Schatten war nun über ihm und stürzte mit unmissverständlicher Absicht auf ihn zu. Sechs Augen brannten roter als Blut und heißer als Asche über ihm, Hass zischte durch die Luft um sie herum.

Swain.

Jarvan riss seine Beine von den Klauen los, ungeachtet des Schmerzes, als sie durch seine Haut fuhren. Seine Lanze stieß nach vorn, erpicht darauf, das Herz des vor ihr liegenden Zieles zu durchbohren. Sie traf die Brust der geflügelten Gestalt, tauchte tiefer und tiefer. Mit einem markerschütternden Schrei hob Jarvan Swain in die Luft über seinen Kopf und schleuderte ihn zurück in die Wand. Die sich abzeichnende Silhouette krachte gegen die kalte, steinerne Oberfläche und glitt widerstandslos zu Boden.

Jarvan drehte sich um, seine Augen voller Bosheit. „Falls du einen Beweis wolltest, hast du dir den perfekten Gegner ausgesucht!“ Er griff an, um Swains Kopf von seinem Körper zu trennen, Illusion hin oder her. Er schaffte es nur, einen Schritt zu machen, bevor ein Energiestoß die Luft erfüllte und ihn durch seine Rüstung hindurch verbrannte. Ein verschmorter Geruch durchzog den Raum, als der Strahl durch ihn hindurchraste. Er war in Qualen gehüllt und er konnte sich selbst nicht schreien hören.

Fackeln erhellten den Raum und Swain, nun in menschlicher Gestalt, stand, wo er hingeworfen worden war. Sein Rabe schwebte neben ihm durch die Luft, der Energiestrahl entstieg seinem Schnabel. Ein tiefer, blutroter Fleck breitete sich über Swains Brust aus.

„Ich brauche keinen Beweis, Prinz.“ Swain spuckte den Titel aus, als wäre er eine Made im Speck. „Dein ‚unglücklicher‘ Untergang auf Grund eines Versehens seitens der Liga wird sehr befriedigend sein und ich habe keinen Zweifel, dass du diesen erleiden wirst. Ich frage mich allerdings, was dein Vater über sein Abkommen denken wird ...“ Er ballte seine Hände zu Fäusten, helle Magieströme erschienen und flossen in sie hinein. Er öffnete sie und die Magie brach aus ihnen heraus, wodurch die Macht des Raben verstärkt wurde. Jarvans Augen weiteten sich, als die Qual sich intensivierte. Er fiel auf seine Knie.

„Du bist so schmerzlich dumm, Demacier. Kein Feingefühl, keine Finesse. Dich meinen Rivalen zu nennen, macht mich krank. Ich kann es gar nicht erwarten, dich loszuwerden, in der Hoffnung, ein würdiger Gegner möge erstehen, um deinen Platz einzunehmen.“ Während er sprach, begann sich Swains Form zu verändern. Er schwoll an, dehnte sich aus, veränderte sich auf scheußliche Art und Weise direkt vor Jarvans Augen. Raben brachen aus seinem Körper hervor, stürzten sich auf Jarvan herab und rissen ihn in Stücke. Als die Vögel ausschwärmten, flackerten die Fackeln im Raum und eine nach der anderen erlosch. Als die letzte Fackel gelöscht war, waren alles, was Jarvan sehen konnte, sechs helle, blutdürstige Punkte auf Swains entstelltem Kopf. Die Punkte verschwammen ineinander, als seine Vision sich auflöste und mit einem Mal war nichts als Schwärze.

Jarvan war an einem Ort, an dem er schon einmal gewesen war, weit weg von der Akademie, am einsamen Kreuzweg von Leben und Tod. Er stand am Abgrund des ewigen Friedens, dem Tor des Entschlafens. Er streckte die Hand aus, wie er es schon so viele Male zuvor getan hatte, um die Wärme auf seiner Haut zu spüren. Eines Tages … noch nicht.

Bei geschlossenen Augen schwoll ein Ton aus seinem Inneren an, irgendwo, tiefer als der Körper, tiefer als die Seele. Er wogte an die Oberfläche, entfaltete sich, wand sich empor. Er brach aus seinem Herzen hervor, brannte durch seine Adern, entzündete seine Muskeln. Als er seinen Lippen entfloh, war er ein lebendiges Wesen, so beeindruckend und wütend wie die Raben, die sein Fleisch zerhackten. Der Ton war erfüllt von den Stimmen seiner Vorfahren. Es war der Kampfschrei eines demacianischen Kriegers, das Brüllen eines Prinzen. Als der Ton seine Ohren erreichte, schlug Jarvan die Augen auf. Sie waren nicht länger die Augen eines Mannes. Sie kündeten mit feuriger Inbrunst von der Ankunft einer Bestie, dem Erwachen eines Königs. Sie richteten sich auf Swain.

Jarvan sprang auf seine Füße, den Griff der Klauen brechend, sich aus der Umklammerung der Schnäbel befreiend. Er tauchte nach vorn, seine Lanze fallenlassend. Swains Augen verrieten Überraschung, als Jarvan mit einer Hand sein Genick packte und ihn in die Luft hob. Jarvan bewegte sich weiter vorwärts und schmetterte Swain gewaltsam in die Wand hinter ihm. Er festigte seinen Griff gegen das feine Gefühl von Luft, die versuchte unter seinen Fingern hindurchzuströmen. Er grinste boshaft bei jedem gewürgten Keuchen.

„Feingefühl? Finesse? Im Krieg gibt es nur den Sieger und die Toten, Noxier!“ Jarvan nahm unterschwellig wahr, wie Raben Stücke aus seinem Körper herausrissen, wodurch sie seine Lebensenergie Swain zuführten. Er fühlte, wie sich der Tod langsam in seine Vision schlich. Er kanalisierte all seine verbliebene Energie in den schraubstockartigen Griff, fest entschlossen, nicht zu sterben, bis er gesehen hatte, wie das Leben aus Swains hervortretenden Augen gewichen war. Die beiden waren ineinander verbissen, Blut sammelte sich am Boden, beide nicht gewillt, vor dem anderen zu sterben.

„GENUG!!!“ Eine Stimme ertönte, hallte die steinernen Flure der Akademie entlang. Jarvan schoss plötzlich weg von Swain, von einer unbekannten Macht durch die Luft gewirbelt. Er stoppte gerade noch rechtzeitig, bevor er in die gegenüberliegende Wand geprallt wäre, vier Fuß über dem Boden in der Luft gehalten. Swain baumelte in derselben Höhe auf der anderen Seite des Raumes, nun als Mensch. Abgesehen von seinem Lieblingsbegleiter waren alle Raben fort.

Hoher Rat Vessaria Kolminye lüftete ihre Kapuze und starrte, zuerst auf Jarvan und dann auf Swain. „Was glaubst du, tust du hier, Swain? Dies ist ein geheiligter Ort. Deine verräterischen Spielchen werden hier nicht toleriert werden.“ Sie wandte sich an Jarvan. „Du wirst aus offensichtlichen Gründen in die Liga aufgenommen, doch glaube nicht, deine politischen Seilschaften würden dich vor der Liga schützen, solltest du Vergeltung üben wollen.“ Sie biss ihre Zähne zusammen. „Betet, dass ich euch nicht noch einmal bei solch einem Akt der Respektlosigkeit erwische oder ihr werdet euch noch nach den Schicksalen sehnen, die ihr am heutigen Tage für einander ersonnen habt.“

Vessaria schnippte, Swain raste durch die Luft und wurde so lässig aus dem Raum gefegt wie eine Puppe. Vessaria stürmte hinter ihm hinaus, ihren Kopf angewidert schüttelnd. Jarvan polterte frei von jedweder Anmut auf den Boden und ächzte ob seiner Wunden, die um Beachtung buhlten. Er lehnte sich auf seine Lanze und kämpfte sich auf seine Füße. Die Tore zur Liga schienen Meilen entfernt. Er erwog den Tod. Während er den Willen zusammensuchte, um vorwärts zu humpeln, hallten die Worte seines Vaters in seinem Kopf wider. Ein schwaches Lächeln umspielte seine Lippen.

Das Königtum hat seine Vorteile …


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eXtectiX

Senior Member

03-04-2011

ich bin nicht erster, ich putz hier nur


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Aahzmandius

Member

03-04-2011

Uwah, mal eine etwas andere Liga-Bewertung, doch ales in allem, Gut gelungen, sie passt zu jravans persönlichkeit ;D


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Mitron

Junior Member

03-05-2011

na tol jetzt hab ich wieder bock swain zu spielen


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Swarl0s

Senior Member

03-05-2011

Hab mir sie mir durchgelesen und fand sie sehr gut. Sie passt gut zu Jarvan, so hatte ich ihn mir auch vorgestellt...
War da vll ein bisschen Schleichwerbung für Swain dabei? ^^

Naja, gut gelungen, daumen hoch


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DMs Dextase

Senior Member

03-05-2011

Das Ergebnis:

Vessaria Kolminye 1
Jarvan 0
Swain 0


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spiritslasher

Junior Member

03-05-2011

Eine der mit Abstand interessantesten Bewertungen die ich gelesen habe! =O
Eindeutig Daumen hoch!


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Titanstahl

Member

03-05-2011

Ist mal was neues, wenn ich es richtig verstanden habe.
War Swain jetzt keine Iliusion? Heißt ja einer von ihnen währe am ende wirklich gestorben, währe die Beschwörerin nicht dazugekommen. Was mich auch wundert war der Anfang, die schreiben das ja nicht damit der Text länger wird, was hat es damit auf sich?

Trotz dessen eine ziemlich gute "Bewertung".


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MegaPain

Senior Member

03-05-2011

Zitat:
Aahzmandius:
Uwah, mal eine etwas andere Liga-Bewertung, doch ales in allem, Gut gelungen, sie passt zu jravans persönlichkeit ;D


sorrrry aber das ist lächerlich XD
jarvans persönlichkeit? und du weiß über eine foktive person bescheid, bevor die schöpfer das veröffentlicht haben?

ich glaub, alle, die sagen "pass zur persönlichkeit" müssen bissle weniger lol spielen XD

btw wer will diesen ganze story **** wissen?


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LunaWolve

Senior Member

03-05-2011

beste Bewertung ever o.O
Schreibt ein buch pls ^^
Will MEHR!!!

MFG: LunaWolve @ Vote für MEHR!


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